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(Sport-)Ernährungstipps
Die
Ernährung spielt eine sehr wichtige Rolle im Alltagsleben als auch
im Sport, sei es Freizeit- oder Leistungssport. Jede Sportart bedarf
eine ausreichende und sinnvolle Ernährung. Beim Sport verbrennt
der Organismus mehr Energie. Entscheidend ist allerdings, dass man
regelmäßig sportlichen Aktivitäten nachgeht und dabei noch ordentlich
ins Schwitzen kommt. Die Pulsfrequenz sollte im Durchschnitt bei
130 Schlägen pro Minute liegen.
Grundsätzlich gilt: Mindestens ein- bis zweimal pro Woche
eine halbe Stunde lang trainieren.
Um
den Körper rundum in Form zu halten, ist es ratsam, die Sportarten
zu kombinieren - zum Beispiel Joggen und Gymnastik oder Schwimmen
und Krafttraining. So werden alle Muskelpartien optimal beansprucht
und die Ausdauer trainiert.
Beim Sport werden aber nicht nur Kalorien verbrannt. Mit dem Schweiß
verliert der Körper auch Wasser und Mineralstoffe. Damit es nicht
zu Mangelerscheinungen kommt, müssen die Flüssigkeits- und Nährstoffverluste
wieder ausgeglichen werden. Reichlich trinken ist deshalb oberstes
Gebot. Jeder Erwachsene benötigt täglich wenigstens 1,5 - 2 Liter
Flüssigkeit, bei Sport und Hitze entsprechend mehr. Joggen verbraucht
zum Beispiel etwa 0,5 Liter je Stunde Training, dazu kommen bei
Temperaturen ab 25C, je 0,5 Liter Flüssigkeit wegen der zusätzlichen
Temperaturbelastung. Bei 2% Verlust unseres Körpergewichtes an Flüssigkeit,
fließt das Blut langsamer. Die Muskelzellen leiden unter Sauerstoff-
und Ernährungsmangel. Das kann zu Schwindel, Erbrechen, Muskelkrämpfen
und Kreislaufzusammenbrüchen führen. Der Flüssigkeitsverlust muss
dann umgehend ausgeglichen werden.
Ideale
Basis für körperliche und geistige Leistungsfähigkeit ist ausgewogene
und abwechslungsreiche Ernährung. Vor allem Eiweiß ist für sportlich
Aktive von wesentlicher Bedeutung, denn der Nährstoff ist maßgeblich
am Muskelaufbau beteiligt. Da Fleisch ein bedeutender Eiweißlieferant
ist, hat es seit langem seinen festen Platz in der Sportlerernährung.
Kohlenhydrate sind ebenfalls wichtig für den Organismus. Das gilt
hauptsächlich für die Ernährung vor dem Wettkampf, da Kohlenhydrate
innerhalb von kurzer Zeit für einen Energieschub sorgen.

Sportlich aktiv - genießen erlaubt
Genießen
und bewegen statt hungern und verzichten - so lautet das Motto für
Freizeitsportler. Denn wenn man regelmäßig Sport treibt, sind auch
die "kleinen Sünden des Alltags" kein Problem. Gelegentlich ein
Stückchen Torte oder die Sahnesoße zum Schweinefilet sind absolut
kein Tabu, sofern der Energieumsatz insgesamt stimmt. Wird dem Körper
allerdings mehr Energie zugeführt als er verwerten kann, legt er
Depots an. Auf Dauer kommt es dann zu Übergewicht. Deshalb sollte
man möglichst sein Normalgewicht halten. Dieses wird nach dem so
genannten Body-Mass-Index (BMI) berechnet. Er orientiert sich an
dem Verhältnis von Körpergröße zu Körpermasse.
| Grundlage
ist folgende Formel: |
 |
Das
bedeutet: Eine Person, die 1,70 Meter groß ist und 65 Kilogramm
wiegt, hat einen BMI von 22,49 und liegt damit genau richtig. Bei
Frauen sollte sich der Wert zwischen 19 und 24 bewegen, bei Männern
zwischen 20 und 25. Alles was darüber geht, ist möglichst wieder
abzutrainieren.
Quelle: CMA Online http://www.cma.de

Eiweiß
Eiweiße oder Proteine sind lebenswichtige Bausteine für Organe,
Blut und Muskeln, Haut und Haar. Auch Enzyme und Hormone werden
aus Proteinen gebildet. Ohne sie läuft gar nichts und bei Stress
oder Schwangerschaft braucht der Körper eine Extraportion davon.
Besonders hochwertiges Eiweiß liefern die tierischen Lebensmittel
Eier, fettarmes Fleisch, Geflügel und Fisch sowie Milch und Milchprodukte.
Hülsenfrüchte und Getreideprodukte sind wichtige pflanzliche Eiweißlieferanten.
Tipp: Decken Sie Ihren Eiweißbedarf je zur Hälfte
aus tierischem und pflanzlichem Eiweiß, am besten kombiniert innerhalb
einer Mahlzeit.
Eiweiß
bringt Leistung
Unser Körper leistet täglich ganze Arbeit. Gebildet und regeneriert
werden Haut und Knochen, Sehnen und Muskeln, Organe und Hormone,
Enzyme und Abwehrkörperchen. Dazu benötigt unser Körper Eiweiß,
das nur sehr begrenzt gespeichert werden kann. Darum muss Eiweiß
ständig über die Nahrung zugeführt werden. Fleisch liefert Eiweiß,
das vom Körper besonders gut verwertet werden kann. Die empfohlene
Eiweißzufuhr liegt für Erwachsene bei knapp einem Gramm pro Kilogramm
Körpergewicht. Schwangere, Stillende und Sportler haben einen höheren,
Kinder im Wachstumsalter einen wesentlich höheren Bedarf. Sie sollten
phasenweise bis zu 2 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen.
Beim Eiweiß kommt es aber nicht nur auf eine Mindestmenge an, sondern
auf eine bestimmte qualitative Zusammensetzung. Streng genommen
hat der Mensch deshalb nicht einen Eiweißbedarf, sondern einen Bedarf
an essentiellen Aminosäuren. Weil diese in tierischen Nahrungsmitteln
meist in höherer Konzentration und in einer günstigeren Zusammenstellung
vorhanden sind als in pflanzlichen, besitzt tierisches Eiweiß überwiegend
eine höhere biologische Eiweißwertigkeit als pflanzliches Eiweiß.
Hochwertiges
tierisches Eiweiß
Diese "biologische Wertigkeit" gibt vereinfacht ausgedrückt an,
wie viel Gramm körpereigenes Eiweiß durch 100 Gramm des betreffenden
Nahrungseiweißes aufgebaut werden können. Eiweiß ist deshalb besonders
hochwertig, weil es fast restlos in körpereigenes Eiweiß umgewandelt
wird. Fleisch vom Rind, Kalb und Schwein ist reich an hochwertigem
Eiweiß. Durchschnittliche sind es 20 Prozent, dass heißt 100 Gramm
Fleisch enthalten rund 20 Gramm Eiweiß. Ein Schnitzel von 125 Gramm
enthält beispielsweise 26 Gramm Eiweiß und deckt den durchschnittlichen
Tagesbedarf zu rund 40 Prozent. Wenn tierisches Eiweiß mit pflanzlichem
Eiweiß zusammen in einer Mahlzeit gegessen wird, entsteht in der
Nahrungskombination eine besonders hohe Eiweißqualität. Am besten
ergänzen sich Fleisch und alle Getreideprodukte sowie Kartoffeln.
Wichtig: Das Eiweiß der Nahrung kann nur dann für
Aufbau und Erhaltung der Körpersubstanz verwendet werden, wenn genügend
Fette und Kohlenhydrate für die Energieversorgung vorhanden sind.
Ist die Versorgung mit Fetten und Kohlenhydraten unzureichend, greift
der Körper die Eiweißreserven an und benutzt sie zur Energiegewinnung.
| Fleischart
|
Fett
in g
|
Eiweiß
in g
|
Energiegehalt
kcal / kj.
|
| Schweinefleisch
|
|
|
|
| Schnitzelfleisch
|
1,9
|
22,2
|
106 / 445
|
| Steak/Lende
|
2,1
|
22,4
|
108 / 455
|
| Stielkotelett,
lendenseitig |
5,1
|
21,6
|
133 / 560
|
| Stielkotelett,
halsseitig |
9,8
|
21,2
|
174 / 730
|
| Hinterhaxe
|
12,2
|
18,9
|
186 / 780
|
| Schwartenbraten,
Unterschale |
15,3
|
19,2
|
215 / 903
|
| Dicke
Rippe |
15,6
|
18,3
|
214 / 897
|
| Bauch,
nach dicker Rippe |
29,0
|
19,7
|
324
/ 1361
|
|
|
|
|
| Rindfleisch
|
|
|
|
| Nuss,
rund, flach |
2,8
|
20,3
|
109 / 455
|
| Unterschale,
Roulade |
3,2
|
21,7
|
116 / 486
|
| Filet
|
3,9
|
22,4
|
120 / 503
|
| Roastbeef
|
4,4
|
22,4
|
129 / 542
|
| Hochrippe
|
8,9
|
20,2
|
160 / 671
|
| Tafelspitz
|
12,2
|
18,1
|
183 / 765
|
| Mittelbrust
|
12,4
|
18,6
|
186 / 778
|
| Brustspitze
|
21,3
|
16,9
|
259 / 1086
|
|
|
|
|
| Hähnchen
|
|
|
|
| Brust,
ohne Haut |
0,7
|
23,9
|
102 / 427
|
| Brust
mit Haut |
6,2
|
22,2
|
145 / 605
|
| Oberkeule,
ohne Haut |
6,4
|
19,7
|
137 / 573
|
| Ganze
Hähnchen |
9,6
|
19,9
|
166 / 695
|
| Oberkeule,
mit Haut |
15,1
|
17,7
|
207 / 865
|

Vitamine
Vitamine
sorgen dafür, dass Stoffwechselvorgänge im Körper in Gang bleiben.
Da wir Vitamine nicht selbst bilden können, muss regelmäßig Nachschub
her: Vitamin A ist gut für die Augen und in Butter, Eiern, Leber
und Milch vorhanden. Seine Vorstufe, das Beta-Karotin, findet sich
in gelb-orangenem oder grünem Obst und Gemüse, z. B. Aprikosen oder
Möhren. Vitamin C ist in Obst, neuen Kartoffeln und Sauerkraut enthalten.
Das Radikal-Empfänger-Trio A, C und E tritt in vielen Obst- und
Gemüsesorten, z. B. Grünkohl auf.
Vitamin E kommt in Ölen, Nüssen sowie Eiern und Milchprodukten vor.
Vitamin B 12 ist nur in tierischen Lebensmitteln, wie magerem Rindfleisch,
enthalten. Das Sonnenvitamin D ist unentbehrlich für das gesunde
Wachstum, da es die Bildung von Knochen und Knorpeln beeinflusst.
Der Körper bezieht es aus Pilzen, Hering, Eigelb, Butter, Rinderleber
oder Kalbfleisch.
VITAMIN
B1
Unentbehrlich für den Kohlehydratstoffwechsel, für die körperliche
und geistige Leistungsfähigkeit, insbesondere für das Nervensystem.
VITAMIN
B12
Beteiligt sich an der Reifung der roten Blutkörperchen und ist bedeutsam
für die Wirkung anderer Vitamine.
VITAMIN
A
Fördert das körperliche Wachstum und unterstützt den Sehvorgang.
VITAMIN
D
Beeinflußt das Knochen- und Zahnwachstum.
VITAMIN
E
hält die
normale Keimdrüsentätigkeit aufrecht; schützt vor Muskelschwund,
Leberveränderungen und stärkt das Immunsystem.

Ballaststoffe
Ballaststoffe
sind unverdauliche Pflanzenfasern, die unsere Verdauung in Gang
halten. Sie quellen im Magen auf und sorgen dafür, dass wir uns
schneller satt fühlen. Im Darm binden sie Schadstoffe und transportieren
sie zügig ab. Ballaststoffe sind in Brot (besonders Vollkornbrot),
Getreideprodukten, Obst und Gemüse enthalten. Wir brauchen davon
mindestens 30 g pro Tag. 100 g Roggenvollkornbrot liefern beispielsweise
8 g, schwarze Johannisbeeren 7 g, Haferflocken 5 g und Rosenkohl
4 g Ballaststoffe.
Tipp: Ballaststoffe bringen am meisten, wenn sie frisch
vor den Hauptmahlzeiten gegessen werden. Also morgens Obst, mittags
Salat oder abends Rohkost knabbern. Und vergessen Sie nicht, ausreichend
zu trinken, am besten zwei Liter am Tag.

Kohlenhydrate
Diese
"Brennstoffe" für den Körper sind Zuckermoleküle in unterschiedlich
langen Ketten. Die kürzeren unter ihnen - Frucht- und Traubenzucker
sowie "Haushaltszucker" - schmecken süß. Langkettige Zuckermoleküle,
so genannte komplexe Kohlenhydrate, sind als Stärke in Getreide,
Brot, Gemüse und Kartoffeln enthalten. Im Zuge der Verdauung werden
sie zerlegt und entweder in den Körperzellen sofort verbrannt oder
in der Leber und in den Muskeln als stille Reserve eingelagert.
Bei hoher körperlicher Belastung werden diese Depots angezapft.
Stärke hat den großen Vorteil, dass sie langsam abgebaut wird und
so zu kontinuierlicher Energieversorgung beiträgt.
Tipp: Schnelle Energie oder einen süßen Kick liefern
zuckerhaltige Lebensmittel. Setzen Sie aber ein vernünftiges Gegengewicht
mit komplexen Kohlenhydraten, die zudem auch gute Ballaststofflieferanten
sind!

Fett
Fett
polstert unsere Organe, ist Bestandteil der Zellwände und schützt
den Körper vor Unterkühlung. Außerdem transportiert es Geschmacksstoffe
und die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. In allen tierischen
und pflanzlichen Fetten stecken gesättigte sowie einfach oder mehrfach
ungesättigte Fettsäuren mit jeweils lebenswichtigen Funktionen.
Die gesättigten Fettsäuren in Butter, Butterschmalz und anderen
festen Fetten sind Energiespeicher und Baumaterial. Aus ungesättigten
Fettsäuren in Raps- oder Sonnenblumenöl werden die Zellwände aufgebaut.
Tipp: Gehen Sie sparsam um mit Fett, mehr als 80 g
pro Tag sollten es bei Erwachsenen nicht sein. Passen Sie auf die
versteckten Fette auf, z. B. in Fertigprodukten und Süßigkeiten.
Mit fettarmen Varianten von Fleisch, Wurstwaren und Milchprodukten
sind Sie auf der sicheren Seite. Beim Geflügel befindet sich der
Fettanteil hauptsächlich unter der Haut. Wenn Sie Fett vermeiden
wollen entfernen Sie die Haut, dennoch erst nach der Zubereitung.
Dadurch bleibt das Fleisch saftig.

Mineralstoffe
Mineralstoffe
haben unterschiedliche Funktionen: Die einen dienen als Baumaterial
für die Knochen, andere sind unerlässlich für Energiegewinnung,
Stoffwechsel oder körperinterne Kommunikation. Calcium festigt Knochen
und Zähne. Damit unser Skelett stabil bleibt, müssen wir zeitlebens
viel davon aufnehmen, am besten aus Milch und Milchprodukten. Jod
ist wichtig für die Schilddrüse und in Deutschland immer noch Mangelware.
Jodsalz, jodierte Fleisch- und Backwaren und Seefisch helfen. Eisen
ist unentbehrlich für die Blutbildung. Aus Fleisch, Geflügel und
Wurst kann es in Kombination mit pflanzlichen Lebensmitteln wie
Spinat oder Brokkoli sowie Vitamin-C-haltigen Produkten optimal
aufgenommen werden.
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